GEOTECHNIK
Gladbeck, Germany
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CPT-Versuch in Gladbeck: Baugrund präzise erkunden mit Drucksondierung

Zwischen der sandigen Kirchheller Heide im Norden und den lehmig-mergeligen Höhen von Wittringen im Süden – Gladbecks Untergrund wechselt auf kurzer Distanz. Wer in Stadtmitte nahe der Emscher baut, trifft oft auf Auenlehm und Torflinsen, während in Rentfort und Zweckel eher dicht gelagerte Sande der Mittelterrasse anstehen. Genau diese Unterschiede machen eine pauschale Baugrundbeurteilung unmöglich. Mit dem CPT-Versuch liefern wir Ihnen punktgenaue Tragfähigkeitsprofile, die genau den Boden abbilden, der unter Ihrem Grundstück liegt. Ergänzend zur Drucksondierung setzen wir je nach Fragestellung die SPT-Bohrung ein, wenn ergänzende Bodenproben fürs Labor nötig sind, oder kombinieren den CPT mit einer seismischen Refraktion zur Tiefenerkundung des Felshorizonts unter dem Quartär.

Ein Meter Bodenprofil mehr erfasst, kann zehntausend Euro an Nachgründung sparen – der CPT-Versuch deckt auf, was die Baggerschaufel nicht sieht.

Ablauf und Umfang

Gladbecks Entwicklung vom Kirchdorf zur Bergbaustadt hat den Boden tiefgreifend verändert. Die Zechen Moltke und Rheinbaben hinterließen nicht nur Halden, sondern auch ein Netz aus Versatzmaterial unter Tage, das heute die hydrologischen Verhältnisse beeinflusst. Wenn wir heute CPT-Sondierungen in den Stadtteilen Butendorf oder Brauck durchführen, sehen wir oft eine Abfolge aus umgelagertem Lösslehm über kreidezeitlichem Mergel. Die Drucksondierung misst dabei kontinuierlich den Eindringwiderstand und liefert ein digitales Höhenprofil der Lagerungsdichte. Das ist wesentlich detaillierter als punktuelle Rammsondierungen. Unser Messsystem erfasst Spitzendruck, Mantelreibung und Porenwasserdruck simultan, sodass wir drainierte und undrainierte Bodenparameter ableiten können. Für die Standsicherheit von Stützmauern an Hanglagen wie entlang der B224 oder für den Nachweis der inneren Tragfähigkeit von Rüttelverdichtung bei flächigen Gewerbebauten ist diese Datenqualität unverzichtbar.
CPT-Versuch in Gladbeck: Baugrund präzise erkunden mit Drucksondierung

Örtliche Baugrundfaktoren

Gladbeck liegt auf etwa 52 m ü. NHN, doch die eigentliche geotechnische Herausforderung sind die bis zu 8 m mächtigen Auffüllungen und Kulturböden, die ein Jahrhundert Bergbau hinterlassen hat. Wir sehen immer wieder, dass alte Schachtanlagen oder unverfüllte Tagesbrüche zu Setzungsmulden führen, die erst beim Aushub auffallen. Ohne eine tiefenorientierte Sondierung tappt man im Dunkeln. Der CPT-Versuch erfasst selbst dünne Weichschichten und Hohlräume anhand des Spitzendrucks und der Mantelreibung – und das zerstörungsfrei. In einer Region, in der der letzte spürbare Seismik-Einfluss aus dem Roermond-Beben von 1992 nachwirkte, muss ein Gründungskonzept zudem dynamische Lasten berücksichtigen. Unsere Drucksondierungen liefern die Kennwerte, um Setzungsprognosen und die Gefahr von Verflüssigung bei locker gelagerten Sanden unterhalb des Grundwasserspiegels seriös zu bewerten.

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Normativer Rahmen

DIN EN ISO 22476-1:2014 – Geotechnische Erkundung – Drucksondierung, Eurocode 7 (DIN EN 1997-2:2010) – Erkundung des Baugrunds, DIN 4020:2010 – Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke

Weitere Fachleistungen

01

Standard-CPT mit q_c und f_s

Klassische elektrische Drucksondierung zur Ermittlung von Spitzendruck und Mantelreibung – ideal für die Erkundung von Tragfähigkeit und Lagerungsdichte bei Einfamilienhäusern und Gewerbebauten.

02

Piezocone (CPTU) mit Porenwasserdruck

Erweiterte Sondierung mit Messung des Porenwasserdrucks zur Bestimmung von Konsolidierungsgrad und Grundwasserleitern – unverzichtbar in den Auenlehmen der Emscherniederung.

03

Seismischer CPT (SCPTU)

Kombination aus Drucksondierung und seismischer Downhole-Messung zur direkten Bestimmung der Scherwellengeschwindigkeit – einsetzbar für dynamische Nachweise und Erdbebenanalysen nach DIN EN 1998.

Typische Parameter

ParameterTypischer Wert
Maximale Sondiertiefe20 m (mit Vorbohrung bis 25 m)
Spitzendruck q_cbis 50 MPa (Standard), 100 MPa (Hartgestein)
Mantelreibung f_s0–1 MPa, Auflösung 0.1 kPa
Porenwasserdruck ubis 2 MPa, piezoelektrisch
Anpressdruck200 kN, Raupenfahrwerk
Normative GrundlageDIN EN ISO 22476-1:2014
DatenausgabeDigital (PDF, DXF, GEODIN)
Bodenklassifizierungnach Robertson et al. (1990)

Fragen und Antworten

Welche Tiefe erreicht der CPT-Versuch in Gladbeck?

Mit unseren 200-kN-Raupengeräten sondieren wir in Gladbeck standardmäßig bis 20 m Tiefe. In den quartären Sanden und Kiesen der Mittelterrasse erreichen wir diese Endteufe zuverlässig. Bei Bedarf und in weicheren Böden, etwa in der Wittringer Mulde, kann mit Vorbohrung eine Tiefe von 25 m realisiert werden.

Wie hilft der CPT bei Bauprojekten auf ehemaligen Bergbauflächen?

Viele Gladbecker Baugebiete liegen über altem Grubenfeld der Zeche Moltke oder Rheinbaben. Der CPT erfasst kontinuierlich das Widerstandsprofil und deckt so Hohlräume, locker verfüllte Schächte und setzungsempfindliche Kippenböden auf. Die Messdaten geben dem Tragwerksplaner die Sicherheit, ob eine Bodenverbesserung wie Injektionen oder ein Tiefenaustausch nötig ist.

Was kostet ein CPT-Versuch in Gladbeck?

Für einen Standard-CPT in Gladbeck liegen die Kosten je nach Tiefe und Aufwand zwischen €160 und €220 pro Sondierpunkt. Bei größeren Stückzahlen oder der Kombination mit Laborversuchen wie der Korngrößenanalyse erstellen wir gern ein wirtschaftliches Pauschalangebot.

Darf die Drucksondierung direkt am Nachbargrundstück angesetzt werden?

Ja, der CPT ist ein quasi verdrängungsfreies Verfahren mit minimalen Erschütterungen. Wir arbeiten mit Raupenfahrwerk und leichten Sondiergestängen, sodass die Grenzabstände nach NBauO NRW in der Regel eingehalten werden. Trotzdem stimmen wir die Positionierung vorab mit dem Bauherrn ab, um Leitungsbestände und Baumbestand zu schonen.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Gladbeck und Umgebung.

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