Ein klassischer Fehler, den wir bei Bauvorhaben in Gladbeck immer wieder beobachten: Die Verdichtung des Unterbaus oder der Verfüllung wird nach Gefühl freigegeben, und die ersten Setzungsrisse im Pflaster oder in der Bodenplatte treten schon nach dem ersten Winter mit schwerem Niederschlag auf. Gerade in einer Stadt wie Gladbeck, die auf den sandig-kiesigen Ablagerungen der Emscher-Niederung und teils aufgefüllten Zechenflächen steht, ist die lagenweise Verdichtungskontrolle mit der Felddichtebestimmung (Sandkegelverfahren) unverzichtbar. Das Verfahren nach DIN 18125-2 liefert den direkten Nachweis, ob der erreichte Verdichtungsgrad den statischen Anforderungen genügt – kein Laborwert, sondern die Dichte genau dort, wo die Last später aufliegt. Unser Team begleitet seit Jahren Erschließungen, Leitungsgräben und den Neubau von Verkehrsflächen in Gladbeck und kennt die kritischen Zonen, in denen nachgeschnitten werden muss. Wer die Dichteprüfung ernst nimmt, vermeidet teure Nacharbeiten und schafft eine belastbare Dokumentation für die Bauabnahme durch das örtliche Tiefbauamt oder den Prüfingenieur.
Die Felddichtebestimmung mit dem Sandkegel ist der einzige direkte Nachweis der Trockendichte im eingebauten Zustand – kein Laborwert, sondern die Realität im Baugrund von Gladbeck.
Ablauf und Umfang
Örtliche Baugrundfaktoren
Ein Tiefbauprojekt an der Bottroper Straße in Gladbeck, das uns begleitete, zeigte exemplarisch, was ohne systematische Verdichtungskontrolle passiert. Der Bauherr hatte die Verfüllung eines Regenrückhaltebeckens mit einem Recyclingmaterial aus Bauschutt ausführen lassen – auf dem Papier gut verdichtungsfähig, in der Praxis aber stark schwankend in Kornabstufung und Feuchtegehalt. Die ersten drei Lagen wurden ohne Dichteprüfung eingebaut und nur mit dem Bagger abgefahren. Nach einem Starkregenereignis im Herbst senkte sich die Oberfläche ungleichmäßig um bis zu acht Zentimeter, und der angrenzende Radweg riss auf voller Länge. Die anschließende Nachkontrolle mit dem Sandkegelverfahren ergab Verdichtungsgrade von teils unter 92 Prozent, obwohl mindestens 97 Prozent gefordert waren. Die Sanierung erforderte einen kompletten Ausbau der oberen Lagen und eine lagenweise Wiederverdichtung mit begleitender Prüfung. In Gladbeck mit seinen hohen Grundwasserständen und der Nähe zu ehemaligen Bergsenkungsgebieten ist das Risiko von Setzungsdifferenzen bei unzureichender Verdichtung besonders ausgeprägt.
Normativer Rahmen
DIN 18125-2:2020 – Versuchsdurchführung Sandkegelverfahren, DIN 18127 – Proctorversuch als Bezugsgröße für den Verdichtungsgrad, ZTV E-StB 17 – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen Erdarbeiten, RStO 12 – Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus, DIN EN ISO 17892 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung
Weitere Fachleistungen
Felddichtebestimmung mit Sandkegel
Lagenweise Prüfung der Trockendichte und des Verdichtungsgrades direkt auf Ihrer Baustelle in Gladbeck, inklusive Probenahme für den Wassergehalt und Proctorbezug.
Proctorversuch im Labor
Ermittlung der Proctordichte als Referenzwert für die Baustellenprüfung, durchgeführt an der tatsächlich eingebauten Bodencharge.
Verdichtungsbegleitung Erd- und Straßenbau
Kontinuierliche Überwachung der Verdichtungsarbeiten bei Erschließungen, Leitungsgräben und Verkehrsflächen nach den Vorgaben der ZTV E-StB.
Dokumentation und Abnahmeprotokolle
Erstellung prüffähiger Berichte mit Lageplan der Prüfpunkte, Einzelwerten und statistischer Auswertung für die Bauabnahme in Gladbeck.
Typische Parameter
Fragen und Antworten
Was kostet eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Gladbeck?
Für eine einzelne Prüfung inklusive Auswertung und Kurzbericht liegen die Kosten je nach Aufwand und Anzahl der Prüfpunkte zwischen 110 und 120 Euro pro Punkt. Bei größeren Prüflosen oder wiederkehrenden Baustellen in Gladbeck erstellen wir ein individuelles Angebot.
Für welche Bodenarten ist das Sandkegelverfahren in Gladbeck geeignet?
Das Verfahren eignet sich hervorragend für die grob- und gemischtkörnigen Böden, die in Gladbeck typisch sind – von den sandigen Kiesen der Niederterrasse bis zu den steinigen Auffüllungen auf ehemaligen Zechenstandorten. Bei bindigen, stark tonigen Böden stoßen wir an Grenzen, weil der Prüfsand nicht sauber entnommen werden kann.
Wie viele Prüfungen sind pro Lage erforderlich?
Die Anzahl richtet sich nach der ZTV E-StB und der Flächengröße. Im Straßenbau rechnet man mit drei bis fünf Prüfpunkten je angefangene 1.000 Quadratmeter und Lage. Für Leitungsgräben in Gladbeck legen wir die Prüfabstände in Absprache mit dem Bauherrn und dem Tiefbauamt fest.
Welchen Verdichtungsgrad muss ich in Gladbeck erreichen?
Der geforderte Verdichtungsgrad DPr hängt vom Bauwerk ab. Für den Unterbau von Verkehrsflächen sind meist 98 oder 100 Prozent der einfachen Proctordichte gefordert, bei untergeordneten Verfüllungen können 95 Prozent ausreichen. Maßgeblich sind die Vorgaben im Leistungsverzeichnis und die statischen Berechnungen. Mehr Info.
