GEOTECHNIK
Gladbeck, Germany
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Schottersäulen-Bemessung in Gladbeck: Tragfähiger Boden trotz Bergbauvergangenheit

Immer wieder sehen wir in Gladbeck das gleiche Problem: Eine Baustelle im Emscherbruch oder nahe der Boye wird geplant, das Bodengutachten zeigt weiche, setzungsempfindliche Schichten – und trotzdem wird mit einer konventionellen Flachgründung kalkuliert. Das Risiko ungleicher Setzungen unterhalb der Bodenplatte oder des Fundaments wird dabei massiv unterschätzt. Gerade in Gladbeck, wo der Bergbau über Jahrzehnte das Grundgebirge verändert hat und künstliche Auffüllungen in den Stadtteilen keine Seltenheit sind, reicht ein einfaches Rammkernbohrverfahren oft nicht aus. Wir vom Labor begleiten regelmäßig Projekte, bei denen erst die Rüttelverdichtung in Kombination mit einer tiefreichenden Baugrundverbesserung den entscheidenden Unterschied macht. Unsere Bemessung von Schottersäulen liefert den statischen Nachweis, dass Ihr Bauvorhaben auf lange Sicht standsicher bleibt – auch wenn der Untergrund in 3 bis 8 Metern Tiefe Überraschungen bereithält.

Die Priebe-Methode erlaubt uns, die Setzungsreduktion einer Einzelsäule auf unter 30 Prozent des unbehandelten Bodens vorherzusagen – ein entscheidendes Kriterium für die Bauabnahme.

Ablauf und Umfang

Gladbeck liegt auf rund 60 m ü. NHN, doch die oberflächennahen Bodenschichten sind geprägt von pleistozänen Sanden und holozänen Auelehmen der Emscher. Genau diese Wechsellagerung führt bei Belastung schnell zu Porenwasserüberdrücken und Scherversagen. Wir setzen für die Bemessung von Schottersäulen auf ein Verfahren, das nach DIN EN 14731 die Tragfähigkeit des Untergrunds durch lastabtragende Säulen aus grobem Schotter gezielt erhöht. Im ersten Schritt führen wir eine Korngrößenanalyse der anstehenden Schichten durch, um das optimale Kornband und die Verdrängungswirkung zu definieren. Die Bemessung selbst erfolgt nach dem Priebe-Verfahren, das die Setzungsreduktion in Abhängigkeit von Flächenverhältnis und Steifemodul berechnet. Alle Nachweise werden nach Eurocode 7 (DIN EN 1997-1) und der ergänzenden DIN 4093 geführt, sodass die Standsicherheit für Flachgründungen, Verkehrsflächen oder Lärmschutzwälle in Gladbeck dokumentiert ist.
Schottersäulen-Bemessung in Gladbeck: Tragfähiger Boden trotz Bergbauvergangenheit

Örtliche Baugrundfaktoren

Der Unterschied zwischen einem Bauplatz in Rentfort und einem in Zweckel kann gravierend sein. Während in Rentfort oft tragfähige Sande der Halterner Schichten anstehen, haben wir es in Zweckel und Teilen von Butendorf mit mächtigen Auffüllungen über organischen Weichschichten zu tun. Wer hier auf eine Schottersäulen-Bemessung verzichtet, riskiert bei Starkregenereignissen – die im Emscherland keine Seltenheit sind – einen plötzlichen Anstieg des Porenwasserdrucks und damit einen deutlichen Tragfähigkeitsverlust. Wir haben in Gladbeck schon Projekte begleitet, bei denen die nachträgliche Unterfangung von Bauwerken notwendig wurde, weil der Baugrund die Lasten nicht gleichmäßig abtragen konnte. Die Bemessung von Schottersäulen ist kein optionaler Zusatz, sondern die wirtschaftlich sinnvolle Versicherung gegen ungeplante Sanierungskosten, die schnell das Budget eines Bauvorhabens sprengen.

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Normativer Rahmen

DIN EN 1997-1: Eurocode 7 – Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik, DIN 4093: Bemessung von Baugrundverbesserungen mit Rüttelstopfverdichtung, DIN EN 14731: Baugrundverbesserung durch Tiefenrüttelung

Weitere Fachleistungen

01

Geotechnischer Bericht mit Säulenraster

Ermittlung des erforderlichen Rasterabstands und Säulendurchmessers auf Basis der Baugrundkennwerte aus Drucksondierung und Rammsondierung, inklusive Setzungsberechnung nach Priebe.

02

Laborversuche zur Materialeignung

Prüfung der Kornverteilung und Widerstandsfähigkeit des Schotters gegen Kornzertrümmerung (Los-Angeles-Prüfung) sowie Überwachung der Einbaudichte.

03

Qualitätssicherung und Probebelastung

Durchführung von Lastplattendruckversuchen auf der fertigen Säule und Prüfung der Verdichtungsqualität im Feld, dokumentiert nach DIN EN 1997-2.

Typische Parameter

ParameterTypischer Wert
BemessungsverfahrenPriebe-Methode (DIN 4093)
Säulendurchmesser üblich0,40 m – 0,80 m
Rasterabstand1,40 m – 2,80 m (Dreieck- oder Rechteckraster)
Verformungsmodul Säule80 – 150 MN/m²
SetzungsreduktionFaktor 2,5 bis 4 gegenüber unbehandeltem Boden
Tiefenreichweitebis 12 m unter GOK
Normative GrundlageDIN EN 1997-1, DIN 4093, DIN EN 14731
Übliche Baugrundverbesserung in GladbeckKombination mit Rüttelstopfverdichtung (Magerbetonfundamente)

Fragen und Antworten

Mit welchen Kosten muss ich für die Bemessung von Schottersäulen rechnen?

Der Referenzbereich für diese Leistung in Gladbeck liegt bei €1.160 - €4.420. Der Endpreis hängt vom Projektumfang ab.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Gladbeck und Umgebung.

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